Wahrheit ist die Erfindung eines Lügners

 

Bettina Stadtmüller
Persönliches



Am 28zigsten Januar 1966 wurde ich in Stuttgart geboren und seit ich denken kann war es für mich schon immer klar: Ich mache "was mit Kunschd".
Nach dem Abitur an der ehemaligen Gesamtschule „Jörg-Ratgeb-Schule“, einem anschließenden langen Praktikum in einer Werbeagentur, absolvierte ich meine Ausbildung zur Grafikerin an der Johannes Gutenberg-Schule in Stuttgart. Unter anderem auch bei dem bekannten Grafiker Robert Förch.

Um mir diese Zeit zu finanzieren, arbeitete ich in der Gastronomie und als selbständige Textil- und Grafikdesignerin für verschiedene Agenturen. Nach abgeschlossener Ausbildung und mehreren aufreibenden und ernüchternden Jahren wechselte ich die Branche- ab diesem Zeitpunkt wurde aus dem Zwang, auf Knopfdruck kreativ sein zu müssen, Vergnügen.

„Was immer du tun kannst oder wovon du träumst- fange es an. In der Kühnheit liegt Genie, Macht und Magie“
J.W. von Goethe

Immer, wenn ich Zeit und Lust habe, mache ich mich daran, meinem Kopfkino und den sprudelnden Ideen darin einen Weg in die materielle Welt zu bahnen. Seit nunmehr über 15 Jahren liegt mein künstlerischer Schwerpunkt bei Fotografie und Tonskulpturen, die meiner Faszination für den Menschen Ausdruck verleihen. Durch diverse Kurse bei meiner Mentorin und Keramikerin Christiane Raschke hatte ich die Möglichkeit, meine plastischen Arbeiten weiter zu entwickeln.
Die Fotografien von Diane Arbus, Taryn Simon (vor allem: „An american index of the hidden and unfamiliar“), Andreas Gursky und vielen anderen haben meine Entwicklung ebenso stark beeinflusst wie Albrecht Dürer, Käthe Kollwitz, Ernst Barlach, Wilhelm Holderied und der Frankfurter Künstler Frank Grüttner

„Es ist das Flüstern der Symbole aus unserer endlosen Vergangenheit, welches unser Bewusstsein formt und durch die Kunst erst sichtbar gemacht wird“
Räto Weiler (Zur Ausstellung „Zeitfelder“ von Wilhelm Holderied in Kronach)

So also sind sie entstanden: Meine Plastiken und Fotografien. Der Mensch mit all seinen Facetten, Phantasien, Ängsten und nicht zuletzt die Lebenslust stehen im Mittelpunkt.
In der Ausstellung im Rathaus Untertürkheim „Kommen und Gehen“ war der ewige Kreislauf von Geburt und Tod thematisiert. Mein besonderes Augenmerk lege ich dabei auf den Umgang der Menschen und Gesellschaft mit dem Geschenk des Lebens und dessen Endlichkeit.

"Der Tod geht zwei Schritte hinter dir. Nutze den Vorsprung und lebe" Werner Mitsch